Aus dem Gemeinderat

Seit 40 Jahren im Rathaus

Aus der Gemeinde sei er nicht mehr wegzudenken, Tag für Tag beweise er Einsatz, Fachkompetenz, Zuverlässigkeit und Kollegialität, sagte Bürgermeister Michael Schmidt (parteilos) und meinte damit den Neulinger Kämmerer Rolf Elsäßer. Seit 40 Jahren arbeitet er bereits im öffentlichen Dienst. Ein Jubiläum, für das er in der jüngsten Gemeinderatssitzung gebührend geehrt wurde. 40 Jahre Arbeitsleben seien eine lange Zeit und für sich genommen schon beachtlich genug, um gewürdigt zu werden, sagte Schmidt. „Wenn es sich jedoch fügt, diese 40 Jahre beim selben Arbeitgeber, der Gemeinde Neulingen, tätig zu sein, ist dies ein ganz besonderes Ereignis und in unserer heutigen schnelllebigen Zeit etwas sehr Seltenes.“ Elsäßer sei der Gemeinde Neulingen treu geblieben, in guten wie in schlechten Tagen. Am 3. August 1981 hat er dort seine Ausbildung begonnen. Später wurde Elsäßer zum Projektmanager für die Verpachtung landwirtschaftlicher Grundstücke, leitete die Geschäftsstelle des Gemeinderats, war für Liegenschaftsverwaltung, Versicherungsangelegenheiten und Beitreibung zuständig. Jahrelang verwaltete er die Gemeindekasse, vertretungsweise führte er das Steueramt.

„Sie haben all die Jahre an Ihren Fähigkeiten gearbeitet und sich immer mehr und weiteres Wissen im Bereich der Finanzverwaltung angeeignet“, lobte Schmidt: Mit seiner Motivation, seinem Fachwissen, seiner Genauigkeit und seiner Zielstrebigkeit habe er 2011 den Gemeinderat davon überzeugt, der richtige Fachbedienstete für das Finanzwesen zu sein. In der Gemeinde kenne man Elsäßer als rastlosen, lösungsorientierten und rationalen Leiter der Finanzverwaltung, sagte Schmidt, bevor er ihm einen Präsentkorb überreichte.

 

 

 

Der Rest der Ratssitzung verlief weniger harmonisch. Zwar war der Tagesordnungspunkt zur Windkraft abgesetzt worden, weil sich ein zweiter interessierter Investor gemeldet hatte und dadurch eine neue Sachlage eingetreten war. Aber das hielt den Gemeinderat nicht davon ab, fast eine Stunde lang über das Thema zu diskutieren. Auslöser war eine Wortmeldung Heinrich Furrers (FWV). Vor einem möglichen Grundsatzbeschluss im Gemeinderat wünscht er sich für interessierte Bürger eine Waldbegehung zu den angedachten Standorten. Ein Vorschlag, den der Gemeinderat mehrheitlich ablehnte: vier stimmten dafür, neun dagegen, einer enthielt sich. Furrer hatte argumentiert, die Bevölkerung mitnehmen und Transparenz schaffen zu wollen. Auch für ihn persönlich sei es wichtig, zu wissen, wo die Windräder stehen sollen. Schließlich würden ihn Bürger danach fragen. „Niemand von uns kauft ein Auto, ohne es sich vorher anzuschauen.“ Rainer Prokosch (CDU) fand den Vorschlag gut – auch, damit die Menschen vor Ort sehen können, „wie viel Fläche für ein Windrad weg muss“.

 

Bürgermeister Schmidt wollte keinen „organisierten Waldbegang“ machen und sagte, er wisse nicht, welcher Informationsgewinn damit erreicht werden solle. „Dann stehen wir im Wald ohne Windräder und stellen uns vor, dass da welche stehen.“ Zumal er für interessierte Bürger vor rund zwei Wochen bereits eine Exkursion zu einem Windpark angeboten habe. Schmidt will nun im Amtsblatt Informationen veröffentlichen, mit denen sich interessierte Bürger selbst anschauen können, in welchen Bereichen die Windräder einst stehen könnten.

Diese Informationen zu den möglichen Standorten finden Sie unten am Ende des Textes.

 

Wer Fragen habe, könne sich an ihn wenden. „Aber ich suche jetzt auch nicht auf Teufel komm‘ raus den Gegenwind.“ Er wolle „kein maximales Horrorszenario vorstellen, ohne jegliche Fachleute“. Auch Sead Karic (FWV) warnte davor, „durch die Hintertür Gegner zu produzieren“. Zwar gefallen ihm die Windräder optisch nicht, aber um die Energiewende zu schaffen, brauche man sie nun einmal. Man werde an jedem Standort Bürger finden, die ihn ablehnen. – Text und Foto: Nico Roller

 

Informationen zu den möglichen Standorten sowie Visualisierung mit exemplarischen Anlagetypen:

 

Die Karte zeigt die möglichen Potentialflächen für Windenergieanlagen

 

 

Die Standorte selbst können erst im Verfahren nach Abwägung aller Belange konkretisiert werden.

 

Visualisierung drei möglicher Standorte:

Blick aus Westen – Gewann Bild (Hochbehälter)

Brennweite 50 mm  -Entfernung zur nächsten Windenergieanlage ca. 1,4 km

Blick aus Südosten – Gewann Sticklesberg / Am Klingenpfad

Brennweite 50 mm  -Entfernung zur nächsten Windenergieanlage ca. 1,2 km

 

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