Ausgabe von Bäumchen in Neulingen zum Erhalt der langen Tradition des Streuobstbaus

An 24 Obstbauern wurden durch den OGV Göbrichen 61 Hochstämme verteilt

Als Beitrag der seit über 20 Jahren bestehenden „Ökologischen Offensive Neulingen“ wurden am Freitagnachnachmittag, 15. November 2019, durch den Obst- und Gartenbauverein (OGV) Göbrichen die vorbestellten Obstbäume zur Bepflanzung und zum Erhalt der Streuobstwiesen auf der Gemarkung Neulingen ausgegeben. Die 24 Obstbauern aus den drei Ortsteilen hatten von einem bis zu acht Bäumen abgeholt. Der seit über drei Jahrzehnten tätige Schriftführer Eugen Hofsäß und Manfred Funk, der 21 Jahre lang Kassierer war, gaben die Bäumchen vor dem Vereinsheim aus.

 

Gerade in Neulingen hat der Streuobstbau eine lange Tradition und wieder neu an Bedeutung gewonnen. Der Schwerpunkt der Hochstämme lag bei 30 Apfelbäumen, gefolgt von nur vier Birnbäumen, sechs Kirschen, 11 Zwetschgen, vier Mirabellen, drei Reneklode/Pflaumen und ebenfalls drei Apfelquitten „Ronda“. Da Quitten-Bäume eher eine untergeordnete Rolle spielen, bewahrheitet sich der alte Ausspruch: “Die Quitte ist das Stiefkind im Garten der Hausfrau“. Schließlich ist ihre Zubereitung zu Saft oder Gelee ziemlich harte Arbeit und zeitintensiv.  

Ein Obstbaum kostet normalerweise durchschnittlich etwa zwanzig Euro, die Interessenten bezahlten sieben Euro und fünf Euro für eine Pflanzhilfe, bestehend aus Pfahl, Bindematerial, Drahthose und Bissschutz durch Wild. Die übrigen Kosten trägt die Gemeinde.

Unabhängig davon, dass der Übername der Bauschlotter „Grofen“ lautet, weil sie ein Schloss haben, in dem früher Grafen wohnten, hatten verschiedene Sorten adlige Namen. Bei Birnen war es die „Gräfin von Paris“ und bei Mirabellen „Von Nancy“. Unter den Äpfeln war hingegen von der alten Sorte „Brettacher“ nur ein Baum, obwohl man diese fast so lange lagern kann, bis die neue Ernte reif wird. Unter anderem dabei war auch die Apfelsorte „Geheimrat Dr. Oldenburg“ und unter den Birnen die beliebte „Williams Christ“.

Wie sich Schriftführer Hofsäß noch erinnert, wurden nach der Flurbereinigung 1995 erstmals im Rathaushof in Göbrichen rund 300 Bäumchen ausgegeben. So groß sei am Anfang der Aktion die Nachfrage gewesen.

Von dem großen deutschen Reformator Dr. Martin Luther (1483 bis 1546), ist überliefert: „Selbst, wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen."

Erfahrungsgemäß haben Apfelbäume eine Lebensdauer von bis zu 150 Jahren, bei Birnbäumen können es bis zu 200 Jahre sein, welche somit die ältesten Obstbäume überhaupt werden. Daher können sich gleich mehrere Generationen an ihnen erfreuen.

Text und Foto: pd

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