Ehemalige Rektorin und Autorin Irma Förtig-Oechsle mit 84 verstorben

Eine begnadete Pädagogin mit Herz und Seele war Irma Förtig-Oechsle, die am 22. Dezember im Alter von 84 Jahren verstorben ist. Sie stammt aus Dillweißenstein, studierte Musik und evangelische Religion, zwei Fächer, die sie in ihrem Beruf sehr prägten.

Irma Förtig-Oechsle, die von 1989 bis 2001 Rektorin in Nußbaum war, ist eingereiht von ihrem Vorgänger an der Schule, Herwarth Wißmann (links), und ihrem 2020 verstorbenen Nachfolger Hans Modritsch. Den Tatzen-Stock, den sie beim Schuljubiläum 2016 in Händen hielt, setzte sie nicht mehr ein. Foto: Dietrich

 

Mit der Gründung der Grundschule Nußbaum 1989, kam die christliche Lehrerin von der alten Schule in Bauschlott hierher, wo sie dann bis zu ihrer Pensionierung 2001 Rektorin war. Ihrer Initiative ist die Namensgebung in „Astrid-Lindgren-Schule“ zu verdanken, was am 26. Juni 1999 mit einer festlichen Veranstaltung offiziell vollzogen wurde. Sie bedauerte sehr, dass die schwedische Kinderbuchautorin Lindgren (1907 bis 2002) der Einladung nicht folgen konnte.

Im Rahmen eines Festaktes wurde im April 2016 in der Weiherhalle Nußbaum das 50-jährige Schulhaus-Jubiläum begangen, wobei zur Freude der ehemaligen Rektorin auf einer Leinwand ein Ausschnitt aus der lustigen Feier von damals gezeigt wurde.

Unvergesslich bleiben die Aufführungen im künstlerischen Bereich wie bei Weihnachts- und Jahresabschlussfeiern mit dem Schulchor und Theaterstücken, auch von Lindgren. Ein großes Anliegen waren für Irma Förtig-Oechsle ebenfalls die von ihr initiierten Schulgottesdienste in der Kirche. Dies führte dazu, dass sie auch ein Buch über Schulgottesdienste schrieb, was für sie besonders wichtig war.

Sehr groß war ihre Freude, dass sie bei einem Kaffeenachmittag am 18. Oktober 2021 im Bistro des Seniorenzentrums Bethesda viele ehemalige Kolleginnen aus Neulingen besuchten. Da dies so schön war und Förtig-Oechsle begeisterte, ermöglichte ihr Elisabeth Wolf, die sich um sie kümmerte (2003 bis 2017 Rektorin an der Friedrich-Weinbrenner-Schule Neulingen in Bauschlott) an ihrem 84. Geburtstag am 27. November ein weiteres Zusammentreffen zu einem Mittagessen im Gasthaus „Krone“ in Königsbach, worüber sie überglücklich und für sie ein Highlight war.

Ihr privates Glück fand die Verstorbene erst spät in dem Komponisten und Professor für Musiktheorie Peter Förtig, (* 15. März 1934) , der an der Musikhochschule Freiburg lehrte. Sie heiratete ihn vor fünf Jahren und zog von Stein zu ihm nach Pforzheim. Alters- und krankheitsbedingt erfolgte im März dieses Jahrs der Umzug ins Seniorenzentrum Bethesda in Bauschlott.

Die Verbundenheit von Irma Förtig-Oechsle mit dem kleinsten und ältesten Neulinger Ortsteil war so groß, dass sie ihrem Wunsche entsprechend in Nußbaum ihre letzte Ruhestätte fand. Die Trauerfeier mit anschließender Urnenbeisetzung fand am Freitag, 7. Januar um 15 Uhr statt. Ihr weiterer Wunsch, die Trauerfeier in der Kirche begehen zu können, mit der sie durch viele Schulgottesdienste sehr eng verbunden war, ist wegen der Corona-Verordnungen leider nicht möglich gewesen.

Die verstorbene Rektorin hatte sich auch als Opernsängerin ausbilden lassen. Deshalb wurden von ihr drei christliche Lieder gespielt. pd

 

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