Hochwasserhilfe – Enzkreis und seine Gemeinden spenden

Ausmaße der Unwetterkatastrophe in Bad Neuanahr / Ahrweiler

Auch der Enzkreis und seine Gemeinden wollen die Opfer der Hochwasserkatastrophe unterstützen. Dazu wird ein übergreifendes Spendenkonto eingerichtet: „Hochwasserhilfe Enzkreis“ IBAN: DE 86 6665 0085 0008 2139 68

Was für eine furchtbare Katastrophe: Innerhalb von Minuten haben die Wassermassen Existenzen zerstört, Orte verwüstet, Menschen getötet und vielen ihr Zuhause genommen. Das Leid der Betroffenen ist unvorstellbar.

 

Zerstörte Häuser, mitgerissene Autos, Menschen, die sich aus den Fluten retten: Durch das Hochwasser haben Anwohner ihre gesamte Existenz verloren. Was in den vergangenen Tagen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen durch die Unwetterkatastrophe passiert ist, schockiert zutiefst.

 

Auch der Enzkreis und seine Gemeinden wollen die Opfer der Hochwasserkatastrophe unterstützen. Dazu wird ein übergreifendes Spendenkonto eingerichtet.

 

Auf Initiative von Bürgermeister Michael Schmidt wollen sich zahlreiche weitere Rathauschefs beteiligen und pro Gemeinde zwischen 2000 und 3000 Euro spenden. Der Enzkreis wird die Summe verdoppeln – gedeckelt auf maximal 50 000 Euro. So könnten gut 100 000 Euro zusammenkommen.

 

Auch Bürger können über diesen Weg spenden. Wer mit seiner Spende gezielt helfen möchte, kann an die

 

„Hochwasserhilfe Enzkreis“ auf das Spendenkonto
IBAN: DE 86 6665 0085 0008 2139 68

überweisen. Jede auch noch so kleine Summe hilft weiter!

Landrat Bastian Rosenau dankte in der Kreistagssitzung den Einsatzkräften, die sich aus der Region aufgemacht haben, um zu helfen. Vor Ort war auch ein Team des DRK aus Nußbaum - hier der Bericht des Teams aus Nußbaum:

DRK Nußbaum

Einsatz im Überflutungsgebiet Bad Neuenahr

Am Donnerstag den 15. Juli um 16:42 Uhr erhielt Zugführer Lothar Vollmar den Auftrag den in Nußbaum stationierten Krankenwagen des Bevölkerungschutzes Baden-Württemberg schnellstens zu besetzen und zum Sammelpunkt Landesfeuerwehrschule zu verlegen.

Zum Zeitpunkt der Alarmierung war die Einsatzdauer nicht bekannt. Danny Rieth, noch am Arbeitsplatz, sagte zu.

Also Reisetasche mit Ersatzkleidung, Essen, Trinken alles was benötigt wird packen und verladen.

Nachdem 25 Krankenwagen aus mehreren Landkreisen anwesend waren erhielten wir den Marschbefehl Richtung Bad Neuenahr/Ahrweiler.

Insgesamt wurden aus Bruchsal 108 Fahrzeuge in Marsch gesetzt.

Nach 3 Stunden erreichte die Kolonne die Gemeinde Grafschaft, bezog den Sammelplatz und meldete Einsatzbereitschaft.

Da die Infrastruktur im Einsatzgebiet zusammengebrochen war funktionierten weder Funk noch Handy.

Unsere Einsatzleitung koordinierte die Fahrzeuge schließlich via WhatsApp!

So erhielt unser Fahrzeug und die Kollegen aus Heidelberg den ersten Einsatzbefehl.

Schaut wie ihr zur Bibliothek kommt, dort sind über 30 Pesonen in eine Halle zu evakuieren.

Das Navi nützte reichlich wenig da die Innenstadt komplett verschlammt war und keine der Brücken mehr existierten.

Außerdem war es durch den Stromausfall im Stadtbereich stockdunkel.

Wir erreichten nun nach 50 Minuten die Einsatzstelle, ausgeleuchtet von Kräften der Feuerwehr und THW.

Wir transportierten 3 Patienten in eine etwas höher am Stadtrand gelegene total überfüllte Halle. Dort wiederum übernahmen wir um 1:50 Uhr ein Ehepaar mit diversen Verletzungen ins Nächstliegende Krankenhaus. Weil auch hier die Infrastruktur zusammengebrochen war, nur Notstrom aber ohne Wasserversorgung ging die Fahrt ins 54 km entfernte Neuwied in eine Klinik.

Das Ehepaar erzählte Vollmar dass sie sich in letzter Sekunde als das Wasser die Parterrewohnung schon fast geflutet hatte retten konnten. Die Wassermassen spülte das Ehepaar wohl hunderte Meter weg wo sie sich an einer Hecke und Gartenzaun endlich retten konnten. Über 24 Stunden waren sie in der Bibliothek notdürftig untergebracht, in die Halle verlegt bis das Team Nussbaum eintraf.

Am frühen Morgen erreichten wir wieder erschöpft den Sammelpunkt wo wir eine 2 Stündige Pause einlegten um auch Frühsück zu fassen.

Als es hell wurde sahen wir nun die grosse  Anzahl an Einsatzfahrzeugen aller Hilfsorganisationen und der Bundeswehr.

Nach Lagebesprechungen wurde klar dass wir am selbigen Tag wohl rückverlegen würden.

Wir fuhren nochmals in die Stadt, wurden aber nun von unseren Kameraden aus dem Südbadischen ausgelöst.

Bei Tageslicht wurde nun auch bewusst was die Flutwelle im gesamten Ahrtal und drüber hinaus angerichtet hat.

Fast genau nach 24 Stunden und 685 Fahrkilometer sahen wir wieder das Nussbaumer Ortschild.

Froh und glücklich einigen Menschen geholfen zu haben meldeten wir wieder Status zwei am Funk.

Lothar Vollmar / Danny Rieth

Öffentliches Leben

Abfalltermine

Montag, 26.07.2021
Bio- / Restmüll in Nussbaum

Freitag, 30.07.2021
Recyclinghof in Recyclinghof
14:00 - 17:30 Uhr

Freitag, 30.07.2021
Bio- / Restmüll in Göbrichen


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