Pop-Up-Impfzentrum am 16.04.2021

300 Nadelstiche an einem Tag - Jeder Impfberechtigte erhiellt persönliche Einladung / Keine Bedenken wegen AstraZeneca

Starker Andrang herrscht zeitweise vor der Kieselbronner Festhalle, in der am Freitag das Pop-Up-Impfzentrum für die Gemeinden Neulingen, Ölbronn-Dürrn, Ötisheim und Kieselbronn untergebracht ist. Rund 300 Menschen lassen sich dort im Lauf des Tages impfen, alle mit AstraZeneca. „Uns war es wichtig, dass jeder informiert ist, der sich impfen lassen darf“, erklärt Kieselbronns Bürgermeister Heiko Faber (parteilos). Deswegen wurden nicht nur in seiner Gemeinde, sondern auch in Neulingen, Ölbronn-Dürrn und Ötisheim alle Über-70-Jährigen persönlich angeschrieben. Allein in Kieselbronn mussten dafür rund 450 Briefe verschickt werden, in Neulingen waren es 1.100.

Schon in den Briefen hat man angekündigt, dass AstraZeneca gespritzt wird. „Die Leute haben es gewusst und waren nicht überrascht“, sagt Faber und lobt, nicht nur die Zusammenarbeit mit dem Landratsamt habe hervorragend geklappt, sondern auch die Kommunikation unter den vier Gemeinden. „Es waren alle immer auf demselben Kenntnisstand.“

Impfen im Akkord: Die Abläufe in der Kieselbronner Festhalle erklärt DRK-Bereitschaftsleiter Marcus Klemm (vorne). Heiko Faber, Christian Fuchs, Paul Czerkies, Carsten Sorg, Michael Schmidt und Norbert Holme (von links) hören zu. (rol)

Vor Ort kümmert sich am Freitag ein mobiles Team um die Impfungen. Unterstützt wird es von 17 Helfern des Roten Kreuzes aus Kieselbronn, die in zwei Schichten im Einsatz sind. Sie übernehmen den Empfang, verteilen die Menschen auf Impfkabinen, kümmern sich um Nachbetreuung und Sanitätsdienst. In der Gemeinde betreiben sie zudem ein Testzentrum und unterstützen einen Hausarzt beim Impfen. „Die Truppe leistet wirklich viel“, sagt Bereitschaftsleiter Marcus Klemm, der in Abstimmung mit dem Landratsamt den Stellen- und Organisationsplan für das Pop-Up-Impfzentrum erstellt hat.

Auch Doris hat sich impfen lassen. Dass es sich dabei um AstraZeneca handelte, spielte für sie keine Rolle. „Alles war sehr unkompliziert und ist schnell gegangen“, sagt die 75-Jährige, die ihren Nachnamen nicht nennen möchte. Sie sei froh, dass sie nur nach Kieselbronn und nicht nach Pforzheim oder Mönsheim fahren musste. „Das ist wirklich professionell gemacht“, lobt auch Ölbronn-Dürrns Bürgermeister Norbert Holme (parteilos). Und sein Neulinger Amtskollege Michael Schmidt (CDU) freut sich, dass aus der Idee kommunaler Impfzentren eine kreisweite Aktion geworden ist.

Das Pop-Up-Impfzentrum in Kieselbronn ist das achte von insgesamt zehn. „Wenn wir durch sind, dürften es im Kreis über 3.000 Impfungen sein“, erklärt Paul Czerkies, der vom Stuttgarter Hauptzollamt von der Bundesverwaltung zur Pandemiebekämpfung abgeordnet wurde. Sein Eindruck: „Es wird sehr angenommen.“ Kein Wunder, dass Kreisbrandmeister Carsten Sorg die „berechtigte Hoffnung“ hat, dass die Über-80-Jährigen in der Region inzwischen weitestgehend geimpft sind. „Das sieht sehr gut aus.“ Der Enzkreis überlege sich, ob er bei entsprechendem Bedarf eine zweite Runde mit den Pop-Up-Impfzentren mache, sagt Sorg: Entschieden sei aber noch nichts.

Text / Foto: Nico Roller

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