Bauschlott

Bauschlott, der größte der drei Ortsteile, wurde 1071 als "Buslat" im Lorscher Codex erstmals genannt.Im Laufe der Jahrhunderte hatten die Klöster Hirsau, Gottesaue, Maulbronn und die Dominikanerinnen aus Pforzheim hier Besitz. 1532-1540 ließ Ritter Egloff von Wallstein ein Wasserschloß mit vier Türmen bauen. Auf dessen Fundamenten errichtete Friedrich Weinbrenner 1806 bis 1809 das heutige Landschloß im Auftrag des badischen Großherzogs Carl Friedrich (heute in Privatbesitz).

Wie alle drei Ortsteile war auch Bauschlott früher ein reines Bauerndorf. Heute ist im Ortskern kaum noch Landwirtschaft anzutreffen. Dank historischer Gegebenheiten und eines ausgeprägten Gemeinsinns der Bürger wurde Bauschlott 1975 beim Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" sowohl auf Bundes- wie auf Landesebene mit einer Goldplakette ausgezeichnet.

Das Ortsbild von Bauschlott wird geprägt durch den breiten Dorfanger, beiderseits flankiert von schönen blumengeschmückten Fachwerkhäusern. Hervorzuheben sind hier das alte Pfarrhaus von 1542, etwas versteckt Am Anger 48, und das auf 1442 datierte sogenannte "Firstständerhaus" (Am Anger 28).

Vor dem Rathaus, als spannungsvolles Gegenüber zu altem Gemäuer, ein Kunstwerk der bekannten Großglattbacher Bildhauerin Gerlinde Beck. Der außergewöhnliche Brunnen stellt in seinem Brunnentrog das Bauschlotter Wappen dar und bietet immer wieder Stoff für anregende Diskussionen.

Die ev. Kirche ist ein Werk des Weinbrennerschülers Heinrich Hübsch, Karlsruhe.

Seit 1540 besitzt Bauschlott ein Schloß. Zunächst war dies ein Wasserschloß mit 4 Türmen, erbaut durch Ritter Eglof von Wallstein. Seit 1726 befindet sich dann die Schloßanlage im Besitz der Markgrafen von Baden-Durlach. 1806 ließ Carl Friedrich das alte baufällige Schloß abtragen und sein Baumeister Friedrich Weinbrenner errichtete auf den Fundamenten das neue Landschloß im neoklassizistischen Stil. Als Oberbaudirektor der Markgrafschaft Baden hat Weinbrenner mit seinem Baustil des romantischen Klassizismus überall in Baden Zeugnisse seines vielseitigen Wirkens hinterlassen.

Wie auch in den anderen Ortsteilen wird in Bauschlott ein reges Vereinsleben gepflegt. 1989 wurde das bisherige Schulhaus, das bis zum Frühjahr 1989 noch die Bauschlotter Grundschule beherbergte, als Bauschlotter Vereinshaus entsprechend hergerichtet.

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