Aus dem Gemeinderat

Waldbegehung – Förster stellte die Forstbewirtschaftung in der Praxis vor

Fachgerechten Waldweg- und Wassergrabenbau mit einer Grader-Baumaschine demonstrierte Herbert Ratzel (im Führerhaus) den Neulinger Gemeinderäten. Hinten am Grader Bürgermeister Michael Schmidt. Revierförster Martin Schickle (Dritter von rechts) führte die Waldbegehung.

 

Der Neulinger Gemeinderat befasste sich in der Sitzung im Mai mit der Bewirtschaftung des Neulinger Gemeindewaldes mit einer Holzbodenfläche von 490 Hektar. Dabei konnte Revierförster Martin Schickle von einem erfreulichen Jahresüberschuss 2017 in Höhe von 124.000 Euro berichten. „Das beste Ergebnis seit ich die Beförsterung im Jahr 1990 übernommen habe“, konnte er erfreut dazu sagen. „Wir wollen uns heute in der Praxis ansehen, was wir jährlich für die Waldbewirtschaftung im Rat zu beschließen haben“, machte Bürgermeister Michael Schmidt zu Beginn der Waldbegehung des Gemeinderates deutlich.

Mit dabei waren Frieder Kurtz, der Leiter des Forstamtes Enzkreis, sowie alle sieben Jagdpächter. Revierförster Martin Schickle hatte den Waldbereich nördlich des Hundsportplatzes in Bauschlott als Schwerpunkt ausgewählt, weil dort der bedeutendste Holzeinschlag im vergangen Jahr war. Wegen der starken Nässe war es notwendig, vierachsige Forstschlepper zum Herausholen der Stämme einzusetzen, die außerdem noch 80 Zentimeter breite Laufbänder über die Reifen montieren mussten. Damit konnte allzu großer Schaden am Waldboden vermieden werden. Allerdings hat die Nässe des Waldbodens auch von den Waldwegen Tribut gefordert.

Wie man ihr abgerundetes Profil zum besseren Regenwasserabfluss und die beiden Wassergräben links und rechts quasi im Einmann-Betrieb mit einem speziellen Grader (Baumaschine, mit der man Flächen „hobelt“ und planiert) herstellt, das demonstrierte Herbert Ratzel. Der Eggensteiner Unternehmer ist auf diesem Gerät mit seinen neuen Bedienungshebeln „Virtuose“. Wie Ratzel berichtet, hat er bereits 1963 als erste Waldwegebefestigung mit Siebschutt den großen Buchenweg im Neulinger Forst hergestellt, allerdings mit einfacheren Baugeräten. Als anschließend noch Thomas Fränkle mit dem LKW während der Fahrt eine dünne Schicht Feinsplitt exakt verteilte, hatte der Waldweg sowohl für Spaziergänger und Radfahrer wieder eine perfekte Oberfläche.

„Das ist man auch dem Erholungswert des Waldes geschuldet“, so der Bürgermeister. Tiefe Reifenspuren auf den Rücke-Gassen mitten im Wald haben gelegentlich auch etwas Gutes, dann, wenn sie anhaltend mit Wasser gefüllt sind. So konnte Schickle den Rat auch an Feuchtbiotope führen, in denen Molche, Unken und ganz junge Feuersalamander zu sehen waren. „Wenn es mal zu trocken wird, füllt auch gelegentlich die Feuerwehr Wasser in die Gräben“, so Gemeinderat und Feuerwehrkommandant Matthias Leypold“. Wie eine Ersatzaufforstung als Waldersatz für ein noch zu bauendes Regenrückhaltebecken funktioniert, zeigte Revierförster Schickle zum Abschluss der für alle sehr informativen Waldbesichtigung.

Text und Foto: Schott

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  • Neulingen - stadtnah und doch landschaftlich reizvoll gelegen
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