Aus der Gemeinderatssitzung vom 19.09.2018

Neulingen investiert über den Abwasserverband in noch wirksamere Abwasserklärung

Der Gemeinderat stimmte den Erweiterungsplänen für die Kläranlage des Abwasserverbandes Weißach- und oberes Saalbachtal einmütig zu. Dem Verband mit Sitz in Bretten gehören acht Kommunen mit 22 Orts- und Stadtteilen an. Insgesamt sollen in den nächsten Jahren rund 30 Millionen Euro für eine noch bessere Abwasserreinigung investiert werden.

Die Abwässer auf der Gemeinde Neulingen werden über die Kanalisationseinrichtungen und die Kläranlage Heidelsheim des Verbandes entsorgt, geklärt und danach dem Saalbach als Vorfluter zugeführt. Die Anlage stammt aus dem Jahr 1977. Sie wurde 2003 für die biologische Abwasserreinigung erweitert und für eine Belastung mit 100.000 Einwohnergleichwerten (Größenklasse 4) ausgebaut.

Wie die Verbands-Geschäftsführerin Susanne Strauß dem Gemeinderat erläuterte, liegt die derzeitige Belastung der Kläranlage Heidelsheim bei rund 170.000 Einwohnergleichwerten und ist damit der Größenordnung 5 zuzuordnen. Dies bedeute verschärfte Überwachungswerte für die Stickstoff- und Phosphorbelastung. Die derzeitigen Defizite bei den Belastungswerten bei der Einleitung der gereinigten Abwässer in den Saalbach bedeuten dringenden Handlungsbedarf, machte die Geschäftsführerin deutlich. Bei den Planungsüberlegungen habe es mehrere Varianten für die Verbesserung der Abwasserqualität gegeben.

Man habe sich für die Variante 4 entschieden, die im Bewertungsverfahren am besten abgeschlossen habe. Bei der biologischen Reinigung soll ein neues wirksameres Belebungsbecken in das vorhandene Becken eingebaut werden. Durch eine zusätzliche Raumfiltration (Sandfilter) werden Phosphorbestandteile zurückgehalten. Ebenfalls neu soll die vierte Reinigungsstufe zur Spurenstoffelimination kommen (zusätzlich 1,3 Millionen Euro), die bis jetzt noch nicht Pflicht ist, für die aber besondere Fördermittel zu bekommen sind. Mit dieser Reinigungsstufe können durch Aktivkohlefilter zu einem hohen Prozentsatz Medikamente, Hormone, Kontrastmittel und Mikroplastik herausgefiltert werden. Auch die Energieversorgung auf der Anlage muss erweitert werden.

Geschäftsführerin Strauß machte zum Schluss folgende Rechnung auf: Ohne die vierte Reinigungsstufe kostet die Erweiterung 27,8 Millionen Euro. Bei 2,2 Millionen Fördermittel bleiben dem Abwasserverband 25,6 Millionen Euro an Investitionskosten. Komplett mit Spurenstoffelimination kostet das Ganze 29,4 Millionen Euro. Bei einer Förderung von 5,3 Millionen wird es für den Verband mit nun 24,1 Millionen Euro Eigenanteil wesentlich kostengünstiger. „Es wäre ein Schwabenstreich, wenn wir dann nicht alles zusammen ausbauen“, gab Gemeinderat Christoph Straub wohl auch die Meinung der anderen Ratsmitglieder wieder. Einen Wermutstropfen gab es auch: Gemeindekämmerer Rolf Elsäßer hat schon ausgerechnet, dass sich am Ende der Bauzeit die Abwassergebühren um etwa einen Euro erhöhen werden.  

 

Umbauten in der Friedrich-Weinbrenner-Schule

Teile der Friedrich-Weinbrenner-Schule in Bauschlott wurden in den Sommerferien umgebaut. Mit Schuljahresbeginn konnte der Schul- und neue Hortbetrieb ohne Störungen aufgenommen werden. Es sind noch Auflagen der Baugenehmigung zum Brandschutz zu erfüllen. Die Fensterelemente müssen so umgebaut werden, dass aus jedem Klassenzimmer ein Notausgang direkt ins Freie möglich ist. Außerdem muss für den Küchen- und Mensabereich ein neues Brandschutzelement eingebaut werden.

Beschlossen wurde auch, dass die über 30 Jahre alten Teppichböden in Flurbereichen ersetzt werden sollen. Zusammen mit den Mehrkosten bei den Maler-, Putz und Tischlerarbeiten beträgt der zusätzliche Aufwand 65.000 Euro, die als überplanmäßige Ausgaben bewilligt wurden. Durch Einsparungen bei anderen Gewerken reichen die bereitgestellten Haushaltsmittel in Höhe von 345.000 Euro für den Umbau einschließlich der Neugestaltung der Außenanlagen aus.

 

Bauausschreibung für Schlosserarbeiten am Kindergartenumbau Südweg 3 aufgehoben

Keine erfreuliche Nachricht hatte Ortsbaumeister Ralf Kilgus zu den Umbau- und Sanierungsmaßnahmen am Kindergarten Südweg in Göbrichen. Die umfangreichen Schlosserarbeiten wurden öffentlich ausgeschrieben. Fünf Firmen haben die Ausschreibungsunterlagen abgeholt, aber nur eine Firma aus dem südbadischen Appenweier gab ein Angebot ab. Die Angebotsprüfung durch den bauleitenden Architekten Herbert Suedes ergab, dass die Angebotssummen mit 396.000 Euro um über 100 Prozent über der Kostenschätzung mit 190.000 Euro liegt.

Auch die nach der aktuellen Preislage hochgerechnete neue Kostenschätzung wird um etwa 66 Prozent überschritten. Bei unangemessen hohem Preis darf der Zuschlag nicht erteilt werden. Der Gemeinderat hob die Ausschreibung auf. Mit Blick auf den geplanten Fertigstellungstermin März 2019, folgte der Gemeinderat dem Verwaltungsvorschlag, die Schlosserarbeiten in drei Gewerke aufzuteilen und in freihändiger Vergabe an Fachfirmen der Umgebung zu vergeben.

 

Sozialwerk „Bethesda“ plant die Verlegung seiner Wäscherei

Das Sozialwerk Bethesda muss im Rahmen der neuen Vorgaben für Pflegeheime sein gleichnamiges Seniorenheim in Bauschlott aufstocken und erweitern. Dafür ist die Änderung des Bebauungsplanes „Allmendäcker – Erweiterung“ notwendig (Die PZ berichtete schon mehrfach darüber). Nach den neuesten Planungsüberlegungen des Sozialwerkes soll die bei den Nachbarn umstrittene Wäscherei verlegt werden, und zwar in den östlichen Bereich des Grundstückes Ecke Auweg/Obere Klinge. Dort ist keine Wohnbebauung in der Nähe. Die Wäscherei soll dort im Untergeschosse des geplanten Erweiterungsbaues untergebracht werden.

Des Weiteren sind dort die Eröffnung einer Tagespflege im Erdgeschoss sowie die Schaffung von Büroräumen für das Sozialwerk im Obergeschoss geplant. Beabsichtigt ist die Umsetzung in den nächsten zwei Jahren. Die bisher angedachte Aufstockung und Sanierung des stationären Pflegebereiches ist für einen späteren Zeitpunkt vorgesehen. Der Gemeinderat nahm diese neue Planung positiv zu Kenntnis. Das Bebauungsplanverfahren wird jetzt mit der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden angegangen.

 

Gartengrundstück am „Bäckerwegle“ in Nußbaum

Das nicht mehr als Gartenpachtgrundstück am Nußbaumer „Bäckerwegle“ zwischen Steiner Straße und Bergstraße wird künftig als Grünanlage bzw. Freizeit- und Erholungsfläche genutzt werden können. Die Gemeinde wird dort zwei Sitzbänke und ein Kleinkindspielgerät aufstellen.

 

Baugrunduntersuchungen in der Bauschlotter Straße in Göbrichen

Der Gemeinderat vergab die Ausführung von geotechnischen Bodenuntersuchungen sowie der Baugrunderkundung an ein Karlsruhe Ingenieurbüro zum Angebotspreis von 15.500 Euro. Die dortige Kanalisation, die Wasserversorgungsleitungen und vor allem auch die Straßenoberfläche sind sanierungsbedürftig. Das Ingenieurbüro Kirn, Pforzheim, benötigt diese Angaben über den Untergrund der Bauschlotter Straße für eine Vorplanung der Sanierungsmaßnahmen mit belastbarer Kostenberechnung mit Blick auf die kommenden Haushaltberatungen. Sobald eine Konzeption vorliegt, wird die Verwaltung Kontakt mit den Anliegern aufnehmen.

 

Außerordentlicher Planansatz für „Spritzenmuseum“

Die Feuerwehrabteilung Göbrichen beabsichtigt ihre historische Feuerwehrspritze in einer verglasten Hütte vor dem Feuerwehrgerätehaus der Öffentlichkeit zu präsentieren. Der Bau soll weitgehend in Eigenleistung errichtet werden. Der Gemeinderat bewilligte für die Baukosten eine überplanmäßige Ausgabe in Höhe von 10.000 Euro im Haushalt 2018. Schott

Rathaus

Bürgerbüro

Im Bürgerbüro - untergebracht in der Schloßstraße 2 - finden Sie neben den Dienst­leistungen der Gemeinde­ver­waltung auch ein breitgefächertes Angebot öffentlicher und privater Unternehmen.


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