Aus der Gemeinderatssitzung vom 25.07.2018

Berichterstattung zur Gemeinderatssitzung vom 25.07.2018

Aus der Gemeinderatssitzung

Neulingen investiert in seine Kindergärten

Bild:

Mehr Platz für die Mensa und einen neuen Mehrzweckraum soll es im Kindergarten „Villa Kunterbunt“ geben. Der Neubau schließt an die künftige Mensa (rechts im Bild) an.

Der Kindergarten „Villa Kunterbunt“ an der Lindenstraße in Bauschlott soll durch Umbau und Erweiterung einen nachhaltigen Kindergartenstandard erhalten. Der Gemeinderat nahm die jetzt vorgestellte Vorplanung des Architekten Herbert Suedes positiv zur Kenntnis. Damit kann die erste der drei Planungsvarianten mit geschätzten Baukosten in Höhe von 480.000 Euro weiter ausgearbeitet und es können die entsprechenden Mittel zur weiteren Entscheidung in den Haushaltplanentwurf 2019 aufgenommen werden.

Die „Villa Kunterbunt“ stammt aus dem Jahr 1960. Mit dem Erweiterungsbau 1972 kam an der Westseite ein dritter Gruppenraum dazu. Die südliche Gebäudeerweiterung brachte 1986 einen vierten Gruppenraum und noch einen Mehrzweckraum. Wie Bürgermeister Michael Schmidt erläuterte, hat der Kindergarten derzeit fünf Gruppen. Er ist mit einer Gruppe überbelegt. Man musste dafür den Mehrzweckraum als Gruppenraum in Anspruch nehmen, so dass er nicht mehr als Bewegungsraum zur Verfügung steht. Auch der Eingangsbereich sowie der Mensabereich ist selbst für einen viergruppigen Kindergarten unterdimensioniert, so Schmidt weiter.

Da immer mehr Kinder im Kindergarten Mittagessen, können die Mahlzeiten nur gestaffelt und nur in kleinen Gruppen eingenommen werden. Mit der Verlagerung einer Gruppe in die neuen Kindergartenräume an der Friedrich-Weinbrenner-Schule (die Umbauarbeiten dort sind in vollem Gange) beseitige die Gemeinde zwar die Überbelegung, doch die ungenügende Raumsituation der Mensa und im Foyer bleibe bestehen. Diese Defizite könnten mit der angedachten Erweiterung nachhaltig behoben werden, sagte Schmidt.

Wie Ortsbaumeister Ralph Kilgus ausführt, soll im Süden des Gebäudekomplexes ein quadratischer Neubau mit Zeltdachkonstruktion für einen Mehrzweckraum mit anschließendem Lagerraum errichtet werden. Der frühere Bewegungsraum wird Mensa. Im Verbindungsbau zwischen Bestand und Neubau wird die Küche untergebracht. Durch die Verlagerung des Büros der Kindergartenleiterin entsteht im Foyer mehr Platz zum Bringen und Abholen der Kinder sowie zur Abstellung von Kinderwagen.

In Göbrichen hat Neulingen eine weitere Kindergarten-Baustelle. Wie schon berichtet, wird dort der Kindergarten „Südweg 3“ durch den Umbau der früheren Gewerberäume deutlich erweitert. Die Baugenehmigung liegt vor. Detailpläne für die Treppenanlagen, Geländer, Fluchtwege und die neue Aufzuganlage sind erarbeitet. Der Gemeinderat billigte jetzt diese Ausführungsplanung. Vorausgesetzt, es beteiligen sich genügend Firmen an der Ausschreibung der Bauwerke, so Ortbaumeister Ralf Kilgus, kann Mitte/Ende September mit den Umbauarbeiten begonnen werden, die dann im April 2019 abgeschlossen sein könnten.

 

Musikverein Bauschlott – Suche nach Probenraum und „Alte Gemeindehalle“ – Architekt soll Konzeptstudie für die weitere Beratung erarbeiten

Der Musikverein Bauschlott sucht schon seit langem einen geeigneten Probenraum. Ende 2013 beriet der Neulinger Gemeinderat erstmals über die Probensituation mit dem Ergebnis, dass der Veranstaltungsraum im Dorfgemeinschaftshaus des Auenhofes für den Musikverein angemietet und ein Container zur Unterbringung der Musikinstrumente aufgestellt wurde. Sowohl bei der Klausurtagung des Gemeinderates 2017 wie auch bei der Sitzung eines Arbeitskreises mit Verwaltung, Gemeinderat und Musikverein im April dieses Jahres wurden die möglichen Standorte „Alte Schule“, Friedrich-Weinbrenner-Schule“ und „Alte Gemeindehalle“ beleuchtet und abgewogen.

Die „Alte Gemeindehalle“ beim Bauschlotter Sportareal wurde favorisiert. Für diesen Bereich ist ein Bebauungsplan bereits vorhanden und eine Störung für die Wohnbebauung kann nahezu ausgeschlossen werden, so Bürgermeister Michael Schmidt bei seinen Erläuterungen. Ortbaumeister Ralf Kilgus bezifferte den Raumbedarf mit einer Nutzfläche von 300 Quadratmetern. Ein entsprechendes Gebäude dürfte nach seiner Schätzung zwischen 700.000 Euro und einer Million Euro Kosten. Gemeinderat Stefan Weihing (FWV) machte deutlich, dass sich der Musikverein an den Kosten entweder direkt oder durch Miete beteiligen werde.

Bei dieser Investitionssumme müsse, auch im Hinblick auf eine Akzeptanz in der Bevölkerung, nach weiteren Nutzungsmöglichkeiten für andere Benutzerkreise gesucht werden, stellte Bürgermeister Schmidt klar. Auch müsse geklärt werden, welche Zuschüsse zu erhalten sind. Die Vereine müssten angeschrieben werden, um deren Interessenlage an der Nutzung dieser Räumlichkeit abzuklären. Sowohl von der Verwaltung wie auch aus der Mitte des Gemeinderates kamen zahlreiche Ideen.

Der Tenor lag bei einem „kleinen Kulturzentrum“ an dem auch andere Vereine und Institutionen partizipieren können. Auch von notwendigen Lagerräumen (Beispiel: Kulissen des „Grofe Theaters“) war die Rede. Die Einbindung von Gewerbeflächen für Dienstleister kann man sich ebenfalls vorstellen. Klar wurde auch, dass man diesen nicht unbedeutenden Standort zwischen Sportgelände und neuem Einkaufszentrum städtebaulich entwickeln sollte. „Um überhaupt einmal vernünftig über Kosten und Zuschussmöglichkeiten reden zu können, brauchen wir von einem Planer erste Konzeptstudien“, schlug Bürgermeister vor. Der Gemeinderat folgte mehrheitlich seinem Vorschlag, Architekt Herbert Suedes, vorläufig auf Basis eines Zeitvertrages, mit der Erstellung eines Vorentwurfes für die weitere Beratung mit den Vereinen und im Gemeinderat zu beauftragen.

 

Bebauungspläne beraten

Der Gemeinderat befasste sich mit den Bebauungsplänen „Nahversorgung“ und „Klingenpfad“ in Bauschlott sowie mit dem Bebauungsplan „Abrundung Wolfsbaum“ in Göbrichen.

Beim Bebauungsplan „Nahversorgung“ für den Neubau des Edeka-Einkaufsmarkts musste auf Verlangen die Baugrenze entlang der Pforzheimer Straße (B 294) um einen Meter zurückgenommen werden. Auch wurde eine Abbiegespur und die Einmündung eines Radwegs in die Planzeichnung aufgenommen. Der Bebauungsplanentwurf musste nochmals öffentlich ausgelegt und betroffenen Behörden beteiligt werden. Jetzt konnte der Gemeinderat über die Abwägung der eingegangenen Anregungen und Stellungnahmen endgültig entscheiden und den Bebauungsplan als Satzung beschließen. Nach der sich anschließenden öffentlichen Bekanntmachung tritt er in Kraft.

Mit einer textlichen Änderung im Bebauungsplan „Klingenpfad“ wird es auch den Anliegern der Mischgebietsflächen an der Pforzheimer Straße möglich, Nebenanlagen innerhalb des ansonsten „geschützten Grünbestandes“ zu entrichten. Dies entspricht der Regelung in den angrenzenden Bereichen. Aus Rückfrage aus dem Gemeinderat erläuterte Ortsbaumeister Ralf Kilgus den Begriff „Nebenanlagen“. Dieser erstreckt sich von Sandkasten für Kleinkinder bis zu Gerätehütte oder Freizeitpavillon. Darunter fallen keine Wohngebäude und keine Stallgebäude. Die Nebenanlagen müssen außerdem den Zwecken des Gebietscharakters dienen.

Im Rahmen des beschleunigten Bebauungsplanverfahrens „Abrundung Wolfsbaum - Änderung“ soll ein in den Ortskern hineinreichendes Grundstück, auf dem ursprünglich eine Wegeverbindung geplant war, aus diesem Planungsbereich herausgenommen werden. Mit Blick auf die Innenentwicklung und die Stärkung des Wohnens in der Ortsmitte kann damit das betroffene Grundstück bebaut werden. Der Gemeinderat stimmt der Verfahrenseinleitung zu. 

Sozialtherapeutische Gemeinschaft Auenhof entwickelt sich weiter

Das Areal des „Auenhofes“ im Neulinger Ortsteil Bauschlott entstand im Jahr 2003. Diese Sozialtherapeutische Gemeinschaft bietet vollstationäres Wohnen sowie ambulant betreutes Wohnen für Menschen mit kognitiver Beeinträchtigung an. Sie ist auch anerkannte Werkstatt für Menschen mit Behinderung und verfügt über entsprechende Arbeitsplätze und Ausbildungsmöglichkeiten. Da auf dem Auenhof einige Bauvorhaben geplant sind, informierte sich der Gemeinderat über die aktuelle Arbeit, die angebotenen Leistungen und geplanten Projekte.

Das Gremium gewann, so war in der Ratssitzung zu hören, einen sehr positiven Eindruck über die Entwicklung auf dem „Auenhof“, der durch seine landwirtschaftlichen Produkte am Wirtschaftsleben teilnimmt. Auch das „Café im Auenhof“ ist in Neulingen und darüber hinaus bekannt. Längerfristig ist der Anbau eines zentralen Verwaltungsbereiches mit Therapieräumen an das Gemeinschaftshaus geplant. Als Interimslösung sollen Container aufgestellt werden. Aktuell wurden zwei Bauanträge eingereicht. Die beiden Doppelwohnhäuser sollen erweitert werden, um vorhandene Doppelzimmer entsprechend der gesetzlichen Vorgaben in Einzelzimmer umwandeln zu können. In der Gärtnerei sollen die Produktions- und Arbeitsbedingungen durch den Abbruch einer Scheune und den Neubau einer Gärtnereihalle verbessert werden. Der Gemeinderat erteilte für beide Bauvorhaben sein Einvernehmen. Text und Foto: Schott

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  • Neulingen - stadtnah und doch landschaftlich reizvoll gelegen
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