26.04.2016

Aus der Gemeinderatssitzung

Im Oktober 2006 wurde der Gedenkstein an den Ungarnaufstand von 1956 auf dem Bauschlotter Dorfanger eingeweiht
Bild vergrößern
Im Oktober 2006 wurde der Gedenkstein an den Ungarnaufstand von 1956 auf dem Bauschlotter Dorfanger eingeweiht

Neubau der Tennisanlage Bauschlott im Gewann „Kändel“ Im Zusammenhang mit der Erweiterung des Bauschlotter Einkaufmarktes auf der bisherigen Sportanlage des Tennisclubs Neulingen soll am Standort „Kändel“ als Ersatz zeitnah eine neue Tennisanlage gebaut werden. Das Bebauungsplanverfahren ist im Gange. Nach notwendigen Änderungen in der Planung billigte der Gemeinderat Neulingen Mitte März dieses Jahres den neuen Planentwurf. Bis Anfang Mai läuft die öffentliche Auslegung. Kommen dabei keine Hinderungsgründe zutage, könnte das Baugenehmigungsverfahren folgen. Parallel dazu hat die Gemeinde die Garten- und Landschaftsbauarbeiten ausgeschrieben. Die preisgünstigste Firma Garten- und Landschaftsgestaltung Becker aus Zuzenhausen bei Sinsheim erhielt den Zuschlag für rund 305.000 Euro. Sie hat sich bereit erklärt, die Bindefrist für ihr Angebot bis Ende Mai zu verlängern. Die Gemeinde geht davon, dass bis dahin alle planungs- und baurechtlichen Fragen geklärt sind, so dass die Monate Juni/Juli als Baubeginn ins Auge gefasst werden können. Zuhörerin Ursula Döppenschmitt (Dürrn) wies darauf hin, dass im Bereich „Kändel“ ein Steinkauzpaar brüte. Vor Ende der Brutzeit im Juni dürfe dort nichts geschehen, was auch überwacht werde. Planungsauftrag für Wohnraum zur Anschlussunterbringung von asylsuchenden Menschen Die Gemeinde Neulingen will für Anschlussunterbringung asylsuchender Menschen gewappnet sein. Der Gemeinderat vergab daher einen entsprechenden Planungsauftrag an das Stuttgarter Planungsbüro Fichtner Bauconsulting GmbH. Das Büro arbeitet auch für den Enzkreis und hat auch Erfahrungen in der Abwicklung von Bau- und Lieferleistungen mit ausländischen Anbietern. Die Gemeinden sind verpflichtet, nach Abschluss des Asylverfahrens die Antragsteller aus der Obhut des Kreises in örtlichen Wohnungen unterzubringen. Wie Bürgermeister Michael Schmidt berichtet, stehen nach Umfrage kaum private Wohnungen für diesen Zweck zur Verfügung. Auch sind nach aktuellem Kenntnisstand generell die bisherigen Unterbringungsmöglichkeiten bei weitem nicht ausreichend. Ob nach einer Entspannung es Flüchtlingszustroms später ein Teil der neuen Wohnanlage des Enzkreises im Gewann „Obere Klinge“ in Bauschlott von der Gemeinde für die Anschlussunterbringung übernommen werden kann, ist ebenfalls nicht abzusehen. „Deshalb ist es sinnvoll, Planungen für Flüchtlingsunterkünfte auf gemeindeeigenen Grundstücken zu erstellen, damit im Bedarfsfall kurzfristig reagiert werden kann“, so der Schultes. Gedenkstein an den Ungarnaufstand von 1956 soll nach Pforzheim-Büchenbronn versetzt werden Auf dem Anger in Bauschlott, gegenüber dem alten Rathaus, wurde im Oktober 2006 auf Veranlassung der „Deutsch-Ungarischen-Gesellschaft Pforzheim/Enzkreis e.V.“ ein Gedenkstein aufgestellt. Anlass war der 50. Jahrestag des blutig niedergeschlagenen Ungarnaufstandes. Die ursprüngliche Standortsuche in Pforzheim war damals offenbar erfolglos geblieben. Neulingen war auf kurzfristige Anfrage bereit, den Platz zur Verfügung zu stellen. Die Dorfanger-Anlage in der Ortsmitte von Bauschlott war insoweit als Standort naheliegend, da ein historischer Bezug zu den damaligen Ereignissen bestand: Viele ungarische Flüchtlinge fanden 1956 für einige Zeit eine Heimat im Bauschlotter Schloss. Auch hatte Neulingen als einzige Kommune im Enzkreis eine Partnerschaft mit einer ungarischen Gemeinde. Jetzt wurde seitens der Gestalterin der Bronzeplastik auf dem Gedenkstein, Rosemarie Szalay aus Büchenbronn, und von Dr. Joachim Rösch, dem Präsidenten der Gesellschaft, der Wunsch geäußert, das „Ungarndenkmal“ an seinen ursprünglich angedachten Standort nach Pforzheim-Büchenbronn umzusetzen. Der Neulinger Gemeinderat stimmte diesem Vorhaben schweren Herzens nun zu. Der Gedenkstein stammt aus einem Steinbruch nahe der Stadt Sopron an der Grenze zwischen Österreich und Ungarn, wo einst der Todesstreifen des „Eisernen Vorhangs“ verlief und später seine Öffnung ihren Anfang nahm. Auch ungarische Erde wurde um das Denkmal am Anger eingebracht. Durch die großzügigen Spenden von Mitgliedern der Deutsch-Ungarischen-Gesellschaft war das Gesamtkunstwerk der Gedenkanlage möglich. Am 13. Oktober 2006 wurde es in Anwesenheit des ungarischen Generalkonsuls Józséf Kovacs, des Vizepräsidenten des Komitats Györ/Sopron, Mátyás Firtl, des baden-württembergischen Innenministers Heribert Rech und Landrats Karl Röckinger von Präsident Dr. Joachim Rösch und Bürgermeister Michael Schmidt eingeweiht. Die Patenschaft wurde vom „Deutsch-Ungarischen-Freundeskreis Neulingen“ übernommen. Aufgrund der Altersstruktur war es dem Freundeskreis in letzter Zeit nicht mehr möglich, die aufwendige Pflege der Gedenkstätte durchzuführen. Kommandantenwahlen bei der Feuerwehr bestätigt Bei der Gemeinderatssitzung bestellte Bürgermeister Michael Schmidt Matthias Leypold zum Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Neulingen. Henry Bayer wurde zum Ersten Stellvertretenden Kommandanten, Stefan Meeh zum Zweiten Stellvertretendem Kommandanten und Martin Beck zum Dritten Kommandantenstellvertreter bestellt. Bei der Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr wurden die genannten von den aktiven Feuerwehrangehörigen in diese Ämter für die Dauer von fünf Jahren in geheimer Abstimmung in diese Ämter gewählt. Nach dem Feuerwehrgesetz muss diese Wahl vom Gemeinderat bestätigt werden, was vor der Ernennung geschah. Bürgermeister Michael Schmidt bezeichnete diese seit 2011 bestehende Regelung der Führungsspitze in der Neulinger Feuerwehr für eine gute Sache. Diese gleichmäßige Aufgabenverteilung habe sich bewährt und zu einer Entlastung des Gesamtkommandanten geführt. Das erneut hervorragende Wahlergebnis für die Wiedergewählten stehe für ein sehr vertrauensvolles Verhältnis und Miteinander zu den Feuerwehrkameraden.