Aus der Gemeinderatssitzung
Gemeinde setzt Sportstättensanierung fort Die Gemeinde Neulingen setzt die Sanierung der Sportanlagen fort. In der vorangegangen Gemeinderatssitzung wurde die Verwaltung beauftragt, die Änderung des Bebauungsplanes „Büchig“ vorzubereiten. Vorgesehen ist, die nicht mehr benötigten Tennisplätze neben dem Sportplatz des FV Göbrichen in ein allwetterfähiges Kunstrasenspielfeld für Trainingszwecke und Jugendspiele umzuwandeln. Östlich der Vereinsgaststätte ist noch ein Kleinspielfeld vorhanden, das auch als Bolzplatz öffentlich zugänglich. Wegen seiner geringen Größe von 26 x 40 Metern wird es für Trainingszwecke bedingt genutzt. Sein Kunststoff-Belag ist bei Feuchte und vor allem in den Wintermonaten oft rutschig und damit verletzungsanfällig. Außerdem ist er nach 20 Jahren sanierungsbedürftig, erläuterte Ortsbaumeister Ralf Kilgus dem Gemeinderat. Bürgermeister Michael Schmidt berichtete jetzt dem Rat über das Ergebnis einer Besprechung mit der in Mühlacker ansässigen Spezialfirma für Sportstättenbau, die bereits jüngst den Kunstrasen in der Bauschlotter Sportanlage eingebaut hat. Sie bietet die Sanierung des Göbricher Kleinspielfeldes und den Einbau des Kunstrasens zum Preis von 35.000 Euro an. Dieses Angebot sei angemessen. Es liege unterhalb der Einheitspreise aus der diesjährigen öffentlichen Ausschreibung für die Sportanlagen Bauschlott. Auch könne die Firma, sofern es die Witterung zulässt, die Sanierung noch in diesem Jahr durchführen. Damit stünde dem FV Göbrichen bereits über diesen Winter eine Ausweichtrainingsmöglichkeit zur Verfügung. Nach eingehender Beratung kam der Gemeinderat zu dem Ergebnis, dass es für die Bespielbarkeit und die Sicherheit der Nutzer besser ist, ein Kunstrasenfeld anzulegen, als das alte „Gummifeld“ zu sanieren. Dass das Kleinspielfeld auch künftig der Öffentlichkeit als Bolzplatz zur Verfügung steht, sicherte Vereinsvorstand Ralf Berzel dem Rat zu. Schließlich war die Pflege und Unterhaltung der mehreren Kunstrasenfelder in der Gemeinde Neulingen ein Thema. Man war sich einig, dass dies regelmäßig und fachgerecht von geschulten Kräften erfolgen müsse. In Gesprächen mit den Vereinen wird die Verwaltung ein Konzept entwickeln, das nachhaltig die Bespielbarkeit der Kunststoffrasenfelder sicherstellt. Vorübergehend wird der Bauhof sich darum kümmern. Der Baumbestand am Rande des Göbricher Platzes müsse zur besseren Belichtung und Belüftung und damit zur besseren Trocknung des Spielfeldes ebenfalls ausgelichtet werden. Mit großer Mehrheit stimmte der Gemeinderat diesem weiteren Sanierungsvorhaben zu. Bewirtschaftungsplan 2017 für den Gemeindewald beschlossen Der Gemeinderat Neulingen gab grünes Licht für den Bewirtschaftungsplan 2017 für den 490 Hektar umfassenden Gemeindewald. Revierförster Martin Schickle erläutert, dass der zehnjährige Forstwirtschaftsplan eine Holzerntemenge von jährlich 3.500 Festmeter vorsieht. Mit Blick auf die nicht ganz optimalen Holzpreise sollen im kommenden Jahr etwa 2.800 bis 3.000 Festmeter Holz geerntet werden. Der Verkauf des Stamm- und Nutzholzes einschließlich der Brennholzversteigerung soll voraussichtlich 163.000 Euro in die Kasse bringen. Rund 66.000 Euro werde das Holzschlagen durch Fachfirmen kosten. Weitere Kosten fallen beispielweise für Neupflanzungen (1.500 Douglasien), die Bestandspflege, den Waldschutz (auch Eichenprozessionsspinner) und die Unterhaltung des 28 Kilometer langen Waldwegenetzes sowie für Betriebskosten und Personalkostenumlage des Forstamtes Enzkreis an. Martin Schickle hat insgesamt Ausgaben in Höhe von 135.000 Euro für die Betreuung des Neulinger Waldes vorauskalkuliert. Er rechnet mit einem Überschuss im kommenden Jahr in Höhe 35.000 Euro. Das laufende Jahr werde voraussichtlich um 40.000 Euro über den Ausgaben liegen. Der Bericht des Försters wurde im Gremium außerordentlich positiv aufgenommen. Insbesondere wurde der gute Zustand des Waldes gelobt. Der Aufwand dafür sie fraglos angemessen. Neue Polizeiverordnung verabschiedet Eine örtliche Umweltschutzverordnung gibt es in Neulingen seit 1997. Nach baden-württembergischem Landesrecht treten solche Verordnungen nach 20 Jahren Geltungsdauer automatisch außer Kraft. Hauptamtsleiterin Silvia Günter-Roth und Renate Dilger vom Ordnungsamt haben nun eine neue „Polizeiverordnung gegen umweltschädliches Verhalten, Belästigung der Allgemeinheit, zum Schutz der Grün- und Erholungsanlagen und über das Anbringen von Hausnummern“, kurz: polizeiliche Umweltschutz-Verordnung, ausgearbeitet und dem Gemeinderat zur Zustimmung vorgelegt. Wesentliche Inhalte sind der Schutz gegen Lärmbelästigung, das Umweltverhalten in Punkto Verunreinigungen beispielweise durch Tiere, durch Abfälle, durch Autoabspritzen sowie der Schutz der Grün- und Erholungsanlagen. Wer gegen die Umweltschutz-Verordnung verstößt, handelt ordnungswidrig. Dies bedeutet, dass Geldbußen nach dem Gesetz über Ordnungswidrigkeiten verhängt werden können. Tennisanlage Bauschlott Die Zimmerarbeiten für den Neubau des Vereinsheims an der neuen Tennisanlage Bauschlott wurde Anfang Oktober ausgeschrieben. Von den sechs aufgeforderten Handwerkern haben zwei ein Angebot abgegeben. Der Gemeinderat vergab den Auftrag an den preisgünstigsten Bieter, die Neulinger Firma Hans Prokosch, zum Angebotspreis von knapp 36.000 Euro. Das Ausschreibungsergebnis lag etwa 2.000 Euro unter der Kostenberechnung des Architekten Herbert Suedes. Zusätzliche Pumpen für die Freiwillige Feuerwehr Die Unwetterereignisse im Sommer dieses Jahres haben bei Umlandgemeinden gezeigt, dass üblichen bei den Feuerwehren vorhandenen Wasserpumpen den in den Schlammmassen enthaltenen größeren Gesteinsbrocken und Gegenständen technisch nicht gewachsen waren und kaputt gingen. Damit Neulingen im Ernstfall über geeignete Saugpumpen verfügt, schlug Feuerwehr-Kommandant Matthias Leypold vor, zusätzlich zwei Pumpen zu beschaffen, die große Schmutzwassermengen (1.600 l/min), auch mit Fremdkörpern bis einen Durchmesser von 65 mm ohne Probleme aus Gebäuden pumpen können. Auch sind drei Flachwassertauchpumpen und zwei Hochleistungswassersauger notwendig. Der Gemeinderat stimmte der Beschaffung dieser Gerätschaften mit einer Kostensumme von insgesamt 17.000 Euro zu.