13.12.2016

Aus der Gemeinderatssitzung

Lob bei der Waldprüfung: Der Neulinger Wald ist bei Revierleiter Martin Schickle (links) in guten Händen, hier bei der Waldbesichtigung des Gemeinderates.
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Lob bei der Waldprüfung: Der Neulinger Wald ist bei Revierleiter Martin Schickle (links) in guten Händen, hier bei der Waldbesichtigung des Gemeinderates.

Wichtige Entscheidung für die Neulinger Schulorganisation Der Gemeinderat Neulingen konnte eine von allen Beteiligten getragene Lösung für die künftige Neulinger Schulorganisation beschließen: Die Friedrich-Weinbrenner-Schule in Bauschlott wird Hauptstelle für die Neulinger Grundschulen. Die Astrid-Lindgren-Schule in Nußbaum sowie die Grundschule Göbrichen werden Außenstellen. „Das wichtigste Resultat dieser Änderung der Neulinger Schullandschaft ist, dass damit in allen drei Ortsteilen die Grundschulstandorte erhalten bleiben“, resümierte Bürgermeister Michael Schmidt. Schmidt dankte der Bauschlotter Rektorin Elisabeth Wolf für ihr Engagement an diesem Schulkonzept. Sie hat vor dieser Ratssitzung in den vergangen Wochen mit sechs Alternativen alle Möglichkeiten mit den relevanten Institutionen abgeklärt. Alle schulischen Gremien haben dieser Lösung zugestimmt. Gemeinderat Reiner Roth (SPD) war froh darüber, dass auch die kleine Nußbaumer Astrid-Lindgren-Schule erhalten werden kann. Er wies auf die wichtige Bedeutung dieser Schule und der Kinder im gesellschaftlichen Leben des kleinsten der drei Ortsteile hin. Für Gemeinderat Heinrich Furrer (FWV), früher Rektor der Grundschule Göbrichen, war diese einstimmige Ratsentscheidung der einzig richtige Schritt, um eine der wichtigen kulturellen Grundlagen in den Ortsteilen zu erhalten. Hintergrund für dieses Schulkonzept waren die zurückgegangenen Schülerzahlen. Dazu kommt die nicht besetzbare Schulleiterstelle in Göbrichen sowie die Tatsache, dass auch Rektorin Wolf im kommenden August in den Ruhestand geht. Vor wenigen Jahren wurden die Neulinger Hauptschulen geschlossen. Die Hauptschüler gehen nach Königsbach oder Bretten. Von den insgesamt verbliebenen 216 Grundschülern gehen 32 Schüler in die beiden Grundschulklassen in Nußbaum. Die Klassen eins und zwei sowie Klassen drei und vier sind jeweils zusammengefasst. In Göbrichen gehen 70 Kinder und in Bauschlott 114 Kinder jeweils in die Klassen eins bis vier. Bürgermeister Schmidt und Hauptamtsleiterin Silvia Günter-Roth haben eine positiv verlaufene Elterninformation zu diesem Themenkomplex durchgeführt. Auch der Leiter des Staatlichen Schulamt, Volker Traub, stehe hinter der Lösung Hauptstelle und zwei Außenstellen, sagte der Schultes. Damit werde es auch einfacher, künftig die Rektorenstelle wieder zu besetzen und eine Konrektorenstelle einzurichten. Mit dem jetzt gefassten Ratsbeschluss kann der offizielle Änderungsantrag an die Schulbehörde gestellt werden, dem auch das Kultusministerium zustimmen muss. Neue Tennisanlage – Planung Erweiterung Einkaufszentrum Die im Zusammenhang mit der Vergrößerung des Bauschlotter Einkaufsmarktes notwendig gewordene neue Tennisanlage „Kändel“ ist weitgehend fertiggestellt. Wie Ortsbaumeister Ralf Kilgus dem Neulinger Gemeinderat berichtete, steht auch der Rohbau für das Vereinsheim kurz vor Vollendung. Damit es hier zügig weitergehen kann, wurden weitere Gewerke für den Innenausbau ausgeschrieben. Laut Kostenberechnung werden diese Baumaßnahmen voraussichtlich mit einer Gesamtsumme von knapp 150.000 Euro zu Buche schlagen. Die Submissionen ist erst Mitte Dezember möglich, sodass die Bauvergabe durch den Gemeinderat frühestens bei der Ratssitzung Ende Januar erfolgen könnte. Um den Baufortschritt nicht zu behindern, wurde die Verwaltung ermächtigt, nach Prüfung der Angebote die Bauaufträge zu vergeben. Das Vereinsheim erhält eine Gasheizung, damit über die Winterzeit eine Mindesttemperatur in den Räumen gehalten werden kann. Mit dem Anschluss an die nahe Gasleitung sei dies die günstigste Heizungsmöglichkeit gewesen, erläuterte Kilgus auf Anfrage dem Gemeinderat. Bürgermeister Michael Schmidt berichte, dass zwischenzeitlich die Gemeinde mit Edeka die Bedingungen für den Grunderwerb (altes Tennisgelände) ausgehandelt habe. Ein Notartermin für den Kaufvertrag würde demnächst erfolgen. Damit habe Edeka auch seine Planungen für den Marktneubau voranbringen können, was wiederum die Fertigstellung des Bebauungsplanentwurfes der Gemeinde ermöglicht. Im Februar könne dann der Gemeinderat über die Offenlegung des Bebauungsplans entscheiden. Gemeindewald wurde von der Forstdirektion geprüft Was im Neulinger Gemeindewald forsttechnisch zu machen ist, das regelt die zehnjährige Forsteinrichtungsplanung für die Zeit von 2011 bis 2020. Etwa zur „Halbzeit“ prüft die beim Regierungspräsidium Freiburg angesiedelte Forstdirektion. Über das Ergebnis der Zwischenprüfung wurde der Gemeinderat informiert. Wie Frieder Kurtz, der Leiter des Forstamtes Enzkreis, der Gemeinde mitgeteilt hat, ist die erfolgte Zwischenprüfung „sehr zur Zufriedenheit aller Beteiligten verlaufen“. In der Waldbewirtschaftung ist für die kommenden Jahre keine wesentliche Änderung notwendig. Der Prüfer der Forstdirektion hat in seinem Prüfungsbericht festgehalten: „Der Wald der Gemeinde Neulingen ist bei den Verantwortlichen in guten Händen. Die Bewirtschaftung durch Revierleiter Martin Schickle und die Betreuung und Beratung durch die untere Forstbehörde Enzkreis sind fachlich fundiert und waldbaulich ambitioniert. Auch ist die wirtschaftliche Durchführung der Maßnahmen durch die forstlichen Mitarbeiter ein sehr wichtiges Kriterium“. Neulingen beschäftigt im Wald keine eigenen Arbeitskräfte. Ein örtlicher Forstunternehmer ist mit allen Forstarbeiten – außer den vollmechanischen Holzeinschlägen – beauftragt. Gelobt wurde von der Forstdirektion auch die Zusammenarbeit mit dem neuen Jagdpächter. Er beteilige sich an Einzelschutzmaßnahmen gegen Wildverbiss. Der Wildverbissschaden sei übrigens insgesamt im Gemeindewald tragbar. Die Holzbodenfläche des Gemeindewaldes in Höhe von 490 Hektar ist mit 71 Prozent Laubäumen (davon 46 Prozent Buche) und 29 Prozent Nadelbäumen bestückt. Der jährliche Hiebsatz bei der Holzernte ist unter dem jährlichen Zuwachs angesetzt. Es können bis zu 3.500 Festmeter Holz eingeschlagen werden. In den vergangen fünf Jahren konnte bei der Waldbewirtschaftung ein Überschuss zwischen 30.000 und 60.000 Euro erzielt werden. Hallenbeleuchtung Gräfin-Rhena-Halle wird saniert Die Bauschlotter Gräfin-Rhena-Halle ist sowohl Sport- wie auch Veranstaltungshalle. Die Innenbeleuchtung des über 20 Jahre alten Gebäudes soll saniert und modernisiert werden. Dabei wird es künftig mit neuester Steuerungstechnik und LED-Leuchten deutlich mehr Helligkeit für die Sportler bei gleichzeitig geringerem Energieverbrauch geben. Von weit unter 500 Lux werden künftig maximal 750 Lux zur Verfügung stehen. Damit werden auch die Anforderungen für Tischtennis-Turniere erfüllt. Diese Sportart stellt die höchsten Ansprüche an die Beleuchtungsstärke. Was jetzt installiert werden soll, ist für nationale Wettkämpfe ausreichend. Höhere Erfordernisse könnten im Bedarfsfall durch zusätzliche LED-Leuchten erfüllt werden. Die geplante Beleuchtungssanierung war bereits ausgeschrieben. Allerdings waren die Angebotspreise zu hoch, so dass im kommenden Januar erneut ausgeschrieben wird. Geplant ist, dass die Umrüstarbeiten in den nächsten Sommerferien ausgeführt werden. Die Bau- und Planungskosten sind mit 173.000 Euro vorausberechnet. Aus den staatlichen Förderprogrammen wird ein Zuschuss in Höhe von 131.000 Euro erwartet. Aus der Mitte des Gemeinderats wurde angeregt, zu prüfen, ob eine vertikal bewegliche Zusatzbeleuchtung für die gelegentlich bei Vereinsveranstaltungen aufgebaute Vorbühne möglich ist. Bisher müssen die Vereine diese Beleuchtung kosten- und zeitaufwendig mit Hubsteigern auf- und abbauen. Außerdem wurde angeregt zwischen Halle und Küche eine zweite Tür einzubauen, um den hinderlichen „Stau im Begegnungsverkehr“ bei der Essensausgabe künftig zu vermeiden.