Ortskernsanierung Nußbaum – Schlussabrechnung vom Gemeinderat gebilligt
„Die städtebauliche Sanierungsmaßnahme „Ortskern Nußbaum“ ist als Erfolg anzusehen“. Dieses Resümee zogen Bürgermeister Michael Schmidt und Sanierungsberater Roland Hecker bei der Billigung der Schlussabrechnung durch den Gemeinderat. Die Gemeinde Neulingen wurde im Jahr 2007 für das städtebauliche Erneuerungsgebiet „Ortskern Nußbaum“ mit einer Gesamtfläche von rund drei Hektar in das Landessanierungsprogramm aufgenommen. Zum Jahresende läuft der Bewilligungszeitraum für den 60-prozentigen Landeszuschuss ab. Projektleiter Hecker von der Kommunalentwicklung GmbH (KE) der Landesbank Baden-Württemberg legte daher dem Gemeinderat seinen Schlussbericht über das Sanierungsgeschehen im Ortsteil Nußbaum vor. Weil sich der Sanierungsbedarf erhöhte, wurde 2010 und Anfang 2015 seitens des Regierungspräsidiums Karlsruhe der Förderrahmen von ursprünglich 930.000 Euro auf 1,13 Millionen Euro erhöht, so dass insgesamt der Landeszuschuss 680.000 Euro und der Gemeindeanteil an den Sanierungsvorhaben 450.000 Euro betrug. Insgesamt wurden durch das Ortskernsanierungsprojekt in Nußbaum Investitionen für private und öffentliche Vorhaben im Gesamtwert von 3,5 Millionen Euro generiert. Im Mittelpunkt stand die Neugestaltung der Steiner Straße mit den Seitenbereichen Geisberg und Pfarrstraße. Durch die sensible Neugestaltung der Straßen- und Gehwegbereiche habe sich das Ortsbild rund um die Kirche grundlegend zum Positiven verändert, konstatierte Hecker. Vier Gebäude wurden abgetragen, zwei davon sind durch Neubauten ersetzt worden. Ein weiterer Schwerpunkt waren umfassende Modernisierungen, woran sich 15 private Eigentümer beteiligt haben. Manches leer stehende Gebäude wurde aktiviert, und bei ortsbildprägenden Gebäuden konnte die Fassadengestaltung sensibel restauriert werden. Hecker schloss seinen Bericht mit der Feststellung: „Diese Maßnahmen haben den Ortskern von Nußbaum im Hinblick auf Wohnen, Wohnumfeld und Attraktivität aufgewertet“. Gemeinderat Heinrich Furrer wies darauf hin, dass nach den Sanierungsmaßnahmen der Vergangenheit in Göbrichen und nun in Nußbaum auch eine städtebauliche Erneuerung in Bauschlott geboten sei. Bürgermeister Schmidt sagte zu, dass im kommenden Jahr die neu gestalteten Förderungsmöglichkeiten für Sanierungsmaßnahmen mit dem Regierungspräsidium abgeklärt würden. Danach komme dieses Thema auf die Tagesordnung des Gremiums. Neubau Regerückhaltebecken und Sanierung des Bruchbaches in Göbrichen Auf dem Gelände der ehemaligen Göbricher Kläranlage wird es in absehbarer Zeit größere Baumaßnahmen geben. Der Abwasserverband Weißach und Oberes Saalbachtal, zu dem auch die Gemeinde Neulingen gehört, wird dort ein neues Regenrückhaltebecken bauen. Bei dem extremen Regenereignis im Mai 2008 gab es an den bestehenden Abwasseranlagen große Schäden. Zwischenzeitlich wurde auch festgestellt, dass die Oberflächenentwässerung im dortigen Einzugsbereich unterdimensioniert ist. Darüber hinaus ist der Überlauf aus dem bestehenden Regenüberlaufbecken in den Bruchbach zu hoch, so dass es zur starken Erosion im Bachbett gekommen ist. Geplant ist ein Regenrückhaltebecken in der Größenordnung von 50 x 25 Metern, das 7.300 Kubikmeter Niederschlagswasser aufnehmen kann. Dadurch wird die in den Bruchbach abfließende Mischwassermenge von jetzt bis zu 5.500 Litern/Sekunde deutlich reduziert und damit die Tiefenerosion des Baches wirksam vermindert. Rund 1,1 Millionen wird dieses Bauwerk kosten. Für den Ausbau und die Sanierung des Bruchbaches werden weitere 300.000 Euro benötigt. Die Baumaßnahmen und die Neuordnung der Außengebietsentwässerung erfordern, dass der dortige Häckselplatz in das Gewann „Stämpfel“ hinter der Reitanlage verlegt werden muss. Verhandlungen mit dem Enzkreis sind deswegen im Gange. Die Kosten für die Verlegung des Häckselplatzes in Höhe von etwa 70.000 Euro hat die Gemeinde zu tragen. Im Gegenzug dazu entstehen der Gemeinde Neulingen für die Sanierung des Bruchbaches keine Kosten. Der Gemeinderat billigte die vorgeschlagenen Maßnahmen zur Verbesserung der Entwässerungssituation im Nordwesten von Göbrichen und beschloss, die seitens der Gemeinde notwendigen Haushaltsmittel im Jahr 2016 bereit zu stellen. Feuerwehrhaus Bauschlott Die Räume des Feuerwehrgebäudes in Bauschlott wurden in den letzten Jahren von der Feuerwehr in vielen Arbeitsstunden renoviert. Die Gemeinde hat die völlig desolate Nord- und Westfassade sanieren lassen. Jetzt sind noch die Elemente der Eingangstüren zu erneuern. Die Firma Bischoff aus Nußbaum erhielt dafür vom Gemeinderat den Liefer- und Montageauftrag. Neugestaltung der Außenanlagen am Friedhof Göbrichen Die drei Kiefern an der Außenseite des Göbricher Friedhofes entlang der Bauschlotter Straße sind in die Jahre gekommen und verursachen einen erhöhten Pflege- und Unterhaltungsaufwand auch mit Blick auf die Verkehrssicherheit. Regelmäßig gehen Beschwerden wegen Verschmutzungen im Gehwegbereich sowie des Fußweges und der Gräber ein. Auch ist der Regenwassereinlauf an der Bushaltestelle ständig verstopft. Die Kiefern sollen durch die Pflanzung eines Rotdorns sowie durch die Ergänzung der bestehen Kirschlorbeerhecke ersetzt werden. Auf der frei werdenden Fläche wird Rasen eingesät.
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